Siegfried Eißner ist Ehrenbürger

Siegfried Eißner ist Ehrenbürger

Stehende Ovationen für einen Ehrenmann

Große Gesten sind seine Sache nicht, es sei denn er steht gerade vor einem Chor. Dann kannst du sehen, wie die Hände des 92-Jährigen zu singen beginnen und seinen Gesten jeder im Chor folgt. Das war heute nicht anders, nachdem Siegfried Eißner mit der größten Geste geehrt wurde, die unsere Stadt vergeben kann – der Ehrenbürgerschaft. Der Geehrte rief am Schluss zum gemeinsamen Singen auf. Und ausnahmslos alle im gut besuchten Zeitzer Capitol folgten ihm.

„Wenn die Menschen gemeinsam singen, verhaken sie sich nicht mit Widersprüchen, machen keine dummen Sachen, sind sie beieinander und froh miteinander,“ so Siegfried Eißner.

Früher rief der einstige Musiklehrer und Chorleiter zum offenen Singen.
100 Mal machte er das und immer folgten ihm um die 70 Menschen. Eißner machte sich verdient, um die Musik – besonders die Chormusik, um die Bewahrung von Musikgeschichte, um die Menschen, um die Stadt.

Dafür wurde ihm heute mit der Ernennung zum Ehrenbürger und dem Eintrag in das goldene Buch der Stadt in einem würdigen Rahmen gedankt. Viele seiner Gefährten waren gekommen, Ständchen brachten jene Chöre, die auf ihn zurück gehen und die noch heute Bestand haben. Ganz sicher ist nicht übertrieben zu sagen, dass Siegfried Eißner Generationen junger Menschen und ihr Verhältnis zur Musikkultur wesentlich beeinflusste, wenn nicht gar prägte.

Sein ganzes Leben widmet er der Musik. Eißner ließ sich stets treiben von der Überzeugung ihrer verbindenden Kraft und verstand es, den Menschen Musik als Quelle für Ausgleich und Lebensfreude zu vermitteln.

Als das Grußwort der Schulleiterin des GSG Beate Kümmel und die Laudatio der Christa Sturm vom Theißener Gesangsverein gesprochen waren zeigte sich Siegfried Eißner einen kurzen Moment lang verdutzt.

„Das soll ich alles gewesen sein? Na gut, die Fakten sind alle richtig, also stimmt das wohl auch alles.“

So kommentierte Eißner die zwei berührenden Reden mit vielen Erinnerungen. Solidität und Bescheidenheit, dafür mögen die Menschen ihren neuen Ehrenbürger. Der hatte sich, als die nötige Tonsicherheit seine Ohren verließ, zwar aus der aktiven Chorleitung verabschiedet, widmete sich fortan aber weiter der Musik. Insbesondere die Zeitzer Musikgeschichte tat es ihm an. Seine umfangreichen Forschungen ist es zu verdanken, dass später sein Zeitzer Musikzimmer nahezu 1.000 Dokumente beherbergte, die heute im Zeitzer Stadtarchiv aufbewahrt sind.
Dieser Mann hinterlässt Spuren – in vielen jungen Menschen, die er Jahrzehnte unterrichtete, in den von ihm gegründeten Vereinen in Droßdorf und Theißen, im Schulförderverein des Zeitzer Gymnasiums und nicht zuletzt in den unzähligen Auftritten der Chöre. Eißner begeistert bis heute. Selbst diese feierliche Stunde ließ der vitale Ehrenbürger mit dem kurzen offenen Singen zum unvermuteten Erlebnis für seine Gäste werden.

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Quelle: zeitzonline.de